Das Kepler Gymnasium und die Geschichtswerkstatt Tübingen haben jetzt eine Bildungspartnerschaft.

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Das Kepler Gymnasium und die Geschichtswerkstatt Tübingen haben jetzt eine Bildungspartnerschaft.
Das Kepler Gymnasium und die Geschichtswerkstatt Tübingen haben jetzt eine Bildungspartnerschaft.
Dr. Martin Ulmer (Vorsitzender der Geschichtswerkstatt) und Ulrike Schönthal (Rektorin des Kepler-Gymnasiums) unterzeichnen die Bildungspartnerschaft.

Durch die Initative eines engagierten Mitglieds der Geschichtswerkstatt, Raphaelle Hückstädt, die Vertreter*innen des Kepler-Gymnasiums und der Geschichtswerkstatt zusammenbrachte, konnte am 23. Oktober 2024 eine Bildungspartnerschaft unterzeichnet werden.

Ab September 2023 fand ein intensiver Austausch zwischen Miriam Polack und Lars Wacker, Geschichtslehrer am Kepler-Gymnasium und Dr. Martin Ulmer, Vorsitzender der Geschichtswerkstatt, Raphaelle Hückstädt und Johanna Rost, wissenschaftliche Mitarbeiterin, statt. Nach einem Treffen mit der Fachschaft Geschichte, Anfang Oktober, bei der die Geschichtswerkstatt sich und ihre Arbeit vorstellte, gab es im Folgenden mehrere Treffen, um die angestrebte Bildungspartnerschaft zu konkretisieren.

Ziel hierbei ist eine vertiefte Kooperation zwischen Schule und Geschichtswerkstatt:

"Die Schülerinnen und Schüler erwerben regionalgeschichtliche Kenntnisse zum Nationalsozialismus, zur jüdischen Geschichte in ihrer Umgebung und zu Antisemitismus und Rassismus in der Gegenwart und setzen sich mit diesen Themen kritisch auseinander. Die Geschichtswerkstatt Tübingen unterstützt im Rahmen dieser Bildungspartnerschaft das Kepler-Gymnasium durch das Angebot außerschulischer und innerschulischer Veranstaltungen und stärkt damit die Lernerfolge der SchülerInnen vor dem Hintergrund des Schulcurriculums und Bildungsplans. Darüber hinaus wird durch die Vernetzung schulischer und außerschulischer Lernangebote die öffentliche Wahrnehmung der Geschichtswerkstatt und des Kepler-Gymnasiums gestärkt." (aus: Bildungspartnerschafts-Dokument)

Diese Angebote knüpfen an im Bildungsplan von 2016 vorgesehene Unterrichtseinheiten verschiedener Unterrichtsfächer und Jahrgangsstufen an, nämlich Geschichte, Gemeinschaftskunde, Religion und Ethik, zwischen der 9. und 12. Jahrgangstufe, wobei es auch im Religionsunterricht der Sekundarstufe 1 ebenfalls Anknüpfungspunkte geben kann.

Vertreter*innen der Geschichtswerkstatt können demnach in den Schulunterricht kommen und Unterrichtsstunden gestalten, Workshops geben oder Vorträge halten. Beratungen bei den GFS-Arbeiten sind möglich und das von der Geschichtswerkstatt zur Verfügung gestellte Unterrichtsmodul kann sogar unabhängig eingesetzt werden.
Weiterhin können auch externe Angebote durchgeführt werden, wie Stadtführungen mit verschiedenen Schwerpunkten durch die Tübinger Innenstadt oder dem Wankheimer Friedhof.
Die Geschichtswerkstatt ermöglicht auch Treffen mit Gesprächen mit Zeitzeugen oder Nachfahren der ehemaligen jüdischen Bürger*innen Tübingens.

Die Bildungspartnerschaft beginnt im 2. Halbjahr des Schuljahres 2023/24 und ist ein unbefristetes Projekt, dessen konkreten Maßnahmen in jedem Schuljahr neu festgelegt und formuliert werden.

v.l.n.r.: Lars Wacker (Geschichtslehrer des Kepler-Gymnasiums), Ulrike Schönthal (Rektorin des Kepler-Gymnasiums), Miriam Polack (Geschichtslehrerin des Kepler-Gymnasiums), Raphaelle Hückstädt (Mitglied des Geschichtswerkstatt), Johanna Rost (wissenschaftliche Mitarbeiterin der Geschichtswerkstatt), Dr. Martin Ulmer (Vorsitzender der Geschichtswerkstatt)