Neue Bildungspartnerschaft mit der Hans-Küng-Gemeinschaftsschule
Neue Bildungspartnerschaft mit der Hans-Küng-Gemeinschaftsschule
Am 13.02.2026 war es soweit: Die Geschichtswerkstatt Tübingen unterzeichnete ihre dritte Bildungspartnerschaft mit der Hans-Küng-Gemeinschaftsschule in Tübingen.
Vertreten wurde die Geschichtswerkstatt Tübingen durch Martin Ulmer (Vorsitzender), Jessica Reichert (wissenschaftliche und pädagogische Mitarbeiterin) sowie Monika Schober (Vorstand). Die Unterzeichnung fand in der Schule statt, im Beisein der Presse, des Geschichtslehrers Christian Kraft, der Schulleiterin Angela Keppel-Allgaier sowie Schüler*innen der Hans-Küng-Gemeinschaftsschule.
Bereits im Vorfeld gab es intensive Gespräche mit der Schule. In Laufe dessen wurde eine Vereinbarung mit konkreten Zielen, Themen und Aktivitäten erarbeitet.
Die Bildungspartnerschaft beginnt im zweiten Halbjahr des Schuljahres 2025/26.
Arbeitskreis Schule
Der Arbeitskreis Schule besteht seit 2025. Seine Mitglieder sind Brigitte Fritz-Wais, Anja Hogreve, Jessica Reichert, Monika Schober und Martin Ulmer. Der Arbeitskreis trifft sich regelmäßig, um bestehende Bildungspartnerschaften zu reflektieren und neue Kooperationen vorzubereiten - so auch die Partnerschaft mit der Hans-Küng-Gemeinschaftsschule.
Eine weitere Bildungspartnerschaft ist für 2026 mit dem Blaulach-Gymnasium in Kusterdingen geplant.
Die Rolle der Bildungspartnerschaften
Am 15. Februar 2022 beschloss die Geschichtswerkstatt Tübingen erstmals eine Bildungspartnerschaft mit dem Karl-von-Frisch-Gymnasium in Dußlingen. Ziel war es, die bereits bestehende Zusammenarbeit zu vertiefen und nachhaltig zu gestalten. Mehr dazu in unserem Blogbeitrag vom 18. Februar 2022: "Die Geschichtswerkstatt Tübingen und das Karl-von-Frisch-Gymnasium Dußlingen vereinbaren eine Bildungspartnerschaft".
Die zweite Bildungspartnerschaft kam am 23. Oktober 2024 auf Initiative von Raphaelle Hückstädt zustande und wurde mit dem Kepler-Gymnasium in Tübingen unterzeichnet. Auch hier ist das Ziel, eine vertiefte Kooperation zwischen Schule und Geschichtswerkstatt zu ermöglichen.
In den vergangenen Jahren zeigte sich diese Zusammenarbeit unter anderem in:
- Führungen der Jungen Geschichtswerkstatt und der Geschichtswerkstatt zu "Tübingen im Nationalsozialismus" und "Jüdisches Leben in Tübingen"
- Unterstützung bei der Ausstellung "Train de Loos"
- einer Lehrerfortbildung zum Nahostkonflikt und zu israelbezogenem Antisemitismus (mehr Infos dazu hier)
Für 2026 ist geplant, das Kepler-Gymnasium im Bereich Demokratiebildung unter anderem durch eine weitere Lehrerfortbildung zu unterstützen.
Ziele und Inhalte der Bildungspartnerschaft mit der Hans-Küng-Gemeinschaftsschule
Im Rahmen der Bildungspartnerschaft sollen die Schüler*innen regionalgeschichtliche Kenntnisse zum Nationalsozialismus, zur jüdischen Geschichte in ihrer Umgebung sowie zu Antisemitismus und Rassismus in der Gegenwart lernen. Dabei sollen sie sich kritisch mit diesen Themen auseinandersetzen und historische sowie gesellschaftliche Handlungskompetenzen entwickeln.
Die Geschichtswerkstatt Tübingen unterstützt die Hans-Küng-Gemeinschaftsschule durch ein vielfältiges Angebot an außer- und innerschulischen Veranstaltungen. Dadurch sollen die die Lernerfolge der Schüler*innen im Rahmen des Hans-Küng-Curriculums und des Bildungsplans gestärkt werden. Gleichzeitig trägt die Vernetzung schulischer und außerschulischer Lernorte zur öffentlichen Wahrnehmung beider Institutionen bei.
Kooperationsinhalte
Die Kooperation umfasst unter anderem folgende Themenbereiche:
- Der Nationalsozialismus und seine Folgen in Tübingen und der Region
- Einzelschicksale, Biografien von Opfern
- Biografien von Tätern ermitteln – regionaler Bezug
- Jüdische Geschichte und jüdisches Leben in Tübingen und in der Region, vom Mittelalter bis zur Moderne
- Phänomene von rassistischer Ausgrenzung in Vergangenheit und Gegenwart im Alltag
- Antisemitismus in der Gegenwart – speziell mit Bezug auf Israel
Geplante Aktivitäten ab dem Schuljahr 2025/2026
Konkret können im Rahmen der Bildungspartnerschaft Vertreter*innen der Geschichtswerkstatt fächer- und lerngruppenübergreifend als Referent*innen in die Schule kommen. Daneben gibt es das Angebot einer Lehrerfortbildung zu Themen wie "Antisemitismus und Rassismus", "Aktuelle Formen von Antisemitismus und israelbezogenen Antisemitismus" und "Umgang mit Antisemitismus im Unterricht". Darüber hinaus kann die Geschichtswerkstatt Schüler*innen bei GFS-Arbeiten oder beim Flexday unterstützen. Eine weitere Aktivität beinhaltet Führungen der Geschichtswerkstatt und der Jungen Geschichtswerkstatt zum Thema "Jüdisches Leben in Tübingen" oder "Tübingen im Nationalsozialismus".
Wir freuen uns auf die gemeinsame Arbeit mit der Hans-Küng-Gemeinschaftsschule.